Pferdehaltung - Tipps und Tricks zur Umgestaltung vorhandener Stallungen
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INNEN-BEREICH: Arbeitserleichterung bei der Kraftfutter-Vergabe
Wie oft in großen Ställen gesehen, werden morgens und abends die schweren Futterwägen von
Box zu Box geschoben, um den Pferden ihre Ration zu bringen. Das macht insbesondere dann
Sinn, wenn in einem Stalltrakt mehr als 20 Pferde untergebracht sind. Sind es hingegen
nicht mehr als zehn, bietet sich eine Alternative an, da das Schieben und vor allem
Manövrieren derart schwerer Teile mit der Zeit ganz bedeutend aufs menschliche Kreuz
geht.
Der Futterwagen sollte in einem separaten Futterraum untergebracht sein,
der direkt an den H-S angrenzt. Die einzelnen Rationen werden morgens und abends in
kleine Eimer - deren Henkel entfernt wurden! - gefüllt, dann gestapelt und so von Box
zu Box gebracht. Das ist ein eindeutig kleinerer Kraftaufwand und vor allem geht es
bedeutend schneller, so dass besonders die ungeduldigen Pferde nicht noch nervöser
werden und zum Beispiel anfangen, zu beißen oder mit der Vorhand zu scharren.
Tipp für Besitzer von Heustaub-Allergikern
Auch wenn sich die Pferdehalter noch so viel Mühe geben, ein paar Heustaub-Allergiker
gibt es immer in dem Bestand... Trotz intensiver Bemühungen, die Einstreu sowie das
Kraftfutter so staubarm wie möglich zu halten, husten derart Leidende immer mal wieder.
So sind die Halter gezwungen, das Heu in Heunetze zu packen, einzutauchen, abtropfen
zu lassen und dann in den jeweiligen Boxen aufzuhängen. Jeder, der das einmal gemacht
hat, weiß, wie kräftezehrend diese Routine-Arbeit ist. Alternativ werden mittlerweile
von der Reitsportindustrie Heu-Tauchbecken mit Seilwinde angeboten, die jedoch ihren
Preis haben.
Beobachtungen zufolge tragen Heustaub-Allergiker in vielen Fällen
- trotz Einweichen - ihr Heu mit zur meist gegenüber liegenden Tränke, nässen es dort
noch einmal, bevor sie es schließlich verzehren. Ein Versuch ist es daher allemal wert,
das Heu aus den Netzen zu nehmen und es ungenässt direkt unter den Tränken zu deponieren.
Denn oft tauchen die Pferde dann ihr Heu selbst Portion für Portion im Tränkebecken
ein, bevor sie es fressen und - husten nicht mehr! Einziger Wermutstropen: manchmal
ist es unter den Tränken ein wenig naß, aber erstens nimmt der so Entlastete das gern
in Kauf und zweitens sollte der Heufutterplatz mit dem Besen sowieso täglich sauber
gekehrt werden, bevor die neue Heuportion gereicht wird.
Resumee
Summa Summarum bleibt es wichtigstes Kriterium bei der Gestaltung von Lebensräumen
für das Pferd, stets im Auge zu behalten, dass es sich bei diesem Wesen um ein
Flucht-, Lauf- und Herden-Tier handelt. Geht der umsichtige Halter von dieser
Prämisse aus und wird ihr darüber hinaus gerecht, kann er sich jeden Tag aufs Neue
über zufriedene Vierbeiner freuen, die ihm vertrauen und für ihn ihr Bestes geben.
| Über die Autorin
Andrea Stercken, geb. 1960, studierte Germanistik, Linguistik und
Kunstgeschichte mit Abschluss Magister Artium (MA) an der Ludwig-Maximilians-Universität
München. Anschliessend war sie 19 Jahre lang bei diversen internationalen IT-Firmen
innerhalb Corporate Communications als Pressereferentin tätig. Seit 2005 arbeitet sie
auf selbständiger Basis als freie Journalistin, mit den Schwerpunkten Reitsport und
Informations-Technologie.
Seit knapp acht Jahren betreibt sie eine kleine
Kinder-Reitschule mit Haflingern, hält ihre insgesamt acht Pferde seit diesem Zeitraum
in Eigenregie. Eigene Pferde hat sie seit 1987, mit einer gesamten Reiterfahrung von
über 30 Jahren. Schwerpunkt ihres Reitstils ist sowohl Dressur- als auch Distanz-Reiten.
Zu diversen Reitsport-Themen hat sie bereits mehrere Artikel in verschiedenen Fachmedien
veröffentlicht.
Kontakt: Andrea Stercken · FREIE JOURNALISTIN · Zist 1 · D-82377 Penzberg
Tel.: 08856-1627 · Mobil: 0151-15603540 · Fax: 08856-932495 Email: a.stercken@5dpublishing.de
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