Volkskrankheit der Pferde – Rückenprobleme Wie man diese Probleme abstellen oder verbessern kann / Autor: Werner Benz
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Mechanik
Mit der Konstruktion einer Brücke könnte man die Wirbelsäule des Pferdes vergleichen.
Nimmt man an, dass die Brücke 2 Pfeiler hat, auf der die ganze Last liegt, also die Vorhand und die
Hinterhand. Stabil, und nicht nach unten durchhängend, kann die “Brücke“ erst sein, wenn die Vorhand auf
die Hinterhand eingerichtet ist und mit den treibenden Hilfen das Pferd ans Gebiss herangeführt wurde.
In diesem Zusammenhang wölbt sich der Rücken nach oben, wobei die Bauchmuskeln sich an- und entspannen,
denn wenn das nicht geschieht, fällt der Rücken durch. Das Pferd drückt den Rücken weg. Der große
Bauchmuskel ist also verantwortlich für den schwingenden Rücken.
Es ist also ganz wichtig, Bauch
und Rückenmuskulatur zu stärken. Wenn man von Rückenproblemen beim Pferd spricht, so kann man in den
meisten Fällen nicht genau feststellen wo es eigentlich „hapert“, die Symptome sind zu vielfältig,
angefangen vom falschen nicht passenden Sattel bis hin zur falschen Ausbildung des Pferdes, oder gar
schlechtem Reiten. Diese Ungereimtheiten müssen auf jeden Fall abgestellt werden, damit eine
homöopathische Behandlung auch Sinn macht. Tastet bzw. drückt man die Akupunkturpunkte auf dem Rücken
der Pferde ab, so „sieht“ man sehr schnell und gut an der Reaktion des Pferdes, wo man homöopathisch
und/oder mit Akupunkt – Injektionen ansetzen muss. Je nachdem welche Punkte „ansprechen“ kann man auch
sehr gut das dazugehörende Organ bestimmen und damit das entsprechende Mittel besser auswählen.
Allerdings habe ich bei diesem Krankheitsbild in meiner Praxis noch nie erlebt, dass man mit der
klassischen Methode, nämlich nur ein einziges Mittel zu verwenden, heilen oder das Pferd wieder
diensttauglich machen konnte. In allen meinen Fällen habe ich deswegen immer zu einem selbst zusammen
gestellten Kombi–Mittel, passend zum Pferd und den jeweiligen Symptomen, gegriffen, das aber
möglicherweise während der Behandlung wieder geändert werden musste, weil sich andere oder weitere
Symptome zeigten.
Einer der größten Auslöser dieses Krankheitsbildes ist die Aufstallung, nämlich
die viel zu kleine Boxe, die in vielen Fällen als Tierquälerei bezeichnet werden kann. Die empfohlene
Mindestgröße einer Boxe sollte auf keinen Fall unterschritten werden, wobei man daran denken sollte,
diese Empfehlung im Tierschutzgesetz zu verankern!
Empfohlene Mindestgröße einer Box:
Widerristhöhe mal 2 im Quadrat – wobei eine Seite länger sein soll.
Hier drei Beispiele:
| Beispiel 1 |
Beispiel 2 |
Beispiel 3 |
Stockmaß 1,60 m |
Stockmaß 1,65 m |
Stockmaß 1,70 m |
Boxenmindestmaß: 3,00 x 3,50 m = 10,50 m² |
Boxenmindestmaß: 3,00 x 3,70 m = 11,00 m² |
Boxenmindestmaß: 3,00 x 4,10 m = 12,30 m² |
| Alles das sind aber Mindestmaße, auf jeden Fall ist größer besser! |
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